Sattelzug in die Kinzig gestürzt

Mehr als 100 000 Euro Schaden entstanden am Montag gegen 12.30 Uhr bei einem Unfall zwischen Alpirsbach und Schenkenzell. Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit verlor der 47-jährige Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und schlitterte auf der kurvenreichen Bundesstraße 294 kurz vor der Abzweigung Fräulinsberg den Abhang in die Kinzig hinab.

Zum Unfallzeitpunkt war die Fahrbahn schneefrei. Der 40-Tonnen-Sattelzug hatte vorher auf seinem Weg in den Fluss einige Schutzplanken ramponiert, einen Telefonmasten umgerissen, war die Böschung hinabgestürzt und blieb schließlich in der etwa fünf Meter tiefer gelegenen Kinzig auf der rechten Fahrzeugseite liegen. Allein den Schaden am Fahrzeug schätzt die Polizei Schramberg auf weit mehr als 100 000 Euro.

Aufmerksame Autofahrer entdeckten den Lastwagen und alarmierten die Rettungskräfte. Schnell rückten die Feuerwehren aus Schenkenzell und Schiltach an, sowie der Einsatzwagen der Schiltacher Rettungswache. Mit nasser Kleidung und einem Schrecken kam der Lastwagen-Fahrer noch glimpflich davon.

Auslaufender Diesel und Öl stellten ein größeres Problem dar. Mit Eimern und Wannen pumpten die Schiltacher Wehrmänner direkt am Unfallfahrzeug rund 500 Liter Kraftstoff aus dem Tank, berichtete der stellvertretende Kommandant Jochen Sum. In der Kinzig errichtete die Schenkenzeller Wehr mehrere Ölsperren. Kreisbrandmeister Mario Rumpf machte sich selbst ein Bild vor Ort und auch Wolfgang Weber vom Umweltschutzamt Rottweil kam zur Unfallstelle. Aus Schenkenzell und Schiltach waren rund 50 Wehrmänner im Einsatz.

Gegen 16 Uhr aber trafen zwei große Kranwagen aus Hüfingen ein, um den Lastwagen in einer aufwändigen Aktion aus der Kinzig zu bergen. Dazu sperrten Polizei und Straßenmeisterei die Bundesstraße, ein Hinweis lief über den Verkehrsfunk. Um 18 Uhr lag der Lastwagen schließlich auf der Fahrbahn, die Ladung befand sich aber noch am Hang und in der Kinzig. Siesollen später geborgen werden. Gleichzeitig waren Bauunternehmer und ein Containerdienst verständigt worden, um die 24 Tonnen Papierladung des umgekippten Lastwagens zu entsorgen.

Von Karin Schmidtke 

Unfall 01.02.2010
Unfall 01.02.2010
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