Werkrealschule angestrebt. Horizontale Teilung der Klassen als Ersatzlösung denkbar

Wie bereits aus der Presse zu entnehmen war, haben die Regierungspräsidien in den vergangenen Tagen die Genehmigungen für die Werkrealschulen landauf landab versandt. Diejenigen Gemeinden, die noch keinen endgültigen Bescheid erhalten hatten, wurden teilweise zu den Regierungspräsidien einbestellt, um die noch offenen Punkte zu bereden. Darunter waren auch die drei Partner Alpirsbach, Schiltach und Schenkenzell.

Bürgermeister Schenk konnte dem Gremium nun mitteilen, dass die geplante vertikale Teilung der Klassen nicht möglich ist. Eine Teilung der Klassen von der 5. - 7. und 8. - 10. Klasse an jeweils einem Standort ist durchaus denkbar, auch wenn die Schülerzahlen äußerst knapp sind. Die Bürgermeister aller drei Kommunen waren sich nach dem Termin einig, dass man nun dieses Modell anstreben sollte. Was noch fehlt, ist die Bestätigung durch die Stadträte und den Gemeinderat der beteiligten Kommunen. Unter diesen neuen Voraussetzungen musste nun der Gemeinderat Schenkenzell entscheiden.

Will man die komplette horizontale Teilung, wie es von den Bürgermeistern vorgesehen ist oder bleibt man bei getrennten Hauptschulen ohne den Titel Werkrealschule?

In einem Punkt war sich der Gemeinderat schnell einig. Da eine vertikale Teilung nicht möglich ist, muss man das Beste für alle Beteiligten anstreben. Eine Beibehaltung der Hauptschulen wie bisher macht aus Sicht der Räte keinen Sinn. Daher bevorzugt der Gemeinderat Schenkenzell, wie bislang auch einen gemeinsamen Weg um zukunftsfähig zu bleiben.

Auf die Frage aus dem Gemeinderat, ob dem Wunsch der Partner, einen Realschulzug an der Nachbarschaftshauptschule Schiltach Schenkenzell entsprochen werden kann, sollte man kooperieren können, konnte Bürgermeister Schenk noch nicht definitiv Auskunft geben. Allerdings wurde dies im Gespräch mit dem Regierungspräsidium auch nicht negativ bescheinigt. Daher ist er weiterhin zuversichtlich dies auch erreichen zu können. Der Gemeinderat wünscht sich, dass die Schulleitung in der angestrebten Werkrealschule durch Rektor und Stellvertreter an beiden Standorten vertreten ist.
Auf die Frage, an welche Berufsschule die Kinder in der 10. Klasse gehen werden, konnte Bürgermeister Schenk auch noch keine definitive Antwort geben, letztendlich wird dies über die Schulen organisiert, mit welcher Berufsschule man kooperiert.

Als Grundlage für die Zusammenarbeit unter den drei Kommunen konnte Bürgermeister Schenk eine öffentlich rechtliche Vereinbarung präsentieren. Diese regelt die Zusammensetzung des Gemeinsamen Ausschusses als beratendes Gremium für die Werkrealschule, aus je vier stimmberechtigten Mitgliedern aus Alpirsbach und Schiltach/Schenkenzell zusätzlich als beratende Mitglieder, der Schulleiter und der Elternbeiratsvorsitzende. Der Gemeinderat wünscht sich, dass beide Schulleiter an den Sitzungen teilnehmen sollen. Das Gremium soll unter anderem über die Verteilung der Finanzmittel, die Beschaffung der Schulausstattung, die Personalausstattung der Sekretariate, das Betreuungsangebot und das Mittagsessen entscheiden.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Vereinbarung ist die Aufteilung der anfallenden Kosten unter den Gemeinden. Nachdem seitens der Gemeinderäte kein weiterer Erklärungsbedarf mehr bestand, beschloss das Gremium eine Kooperation mit ausschließlich horizontaler Teilung mit den Klassen 5 - 7 an einem, und den Klassen 8 -10 am anderen Standort, sofern eine vertikale Teilung der Klassen 7 - 9 nicht im Nachhinein möglich werden sollte. Falls keine Einigung in den drei Gemeinderäten zustande kommen sollte, wird die Hauptschule wie bisher weitergeführt werden. Der Vorlage zur öffentlich rechtlichen Vereinbarung wurde zugestimmt. Der Gemeinderat Schenkenzell bekräftigte mit seinem Beschluss nochmals den Willen zur Zusammenarbeit mit den Partnern Alpirsbach und Schiltach.