Das Klostermuseum in Wittichen


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Das Klostermuseum Wittichen wird seiner Bezeichnung in doppelter Hinsicht gerecht. Zum einen befindet es sich im Klostergebiet des reizvollen Witticher Tals, 5 km von Schenkenzell entfernt, zum anderen stammen seine Ausstellungsstücke fast ausschließlich aus dem Kloster selber, das früher wesentlich größer gewesen ist. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der weitläufige Komplex, mit Ausnahme der Kirche und des Langbaues abgerissen, um Instandsetzungskosten zu sparen.

Damals befanden sich das Kloster und seine ausgedehnten Waldgebiete im Besitz des Fürsten zu Fürstenberg. Er hatte es bei der Säkularisation deutschen Kirchenguts durch Napoleon 1803 erhalten, um drei Jahre später die Klosterkirche zur Pfarrkirche der seinerzeitigen Gemeinde Kaltbrunn zu machen.

Doch diese Vorgänge sind längst Geschichte. 1979 hat Fürst Joachim zu Fürstenberg das Kloster der Kirchengemeinde Wittichen übertragen. In der Pfarrgemeinde Allerheiligen, Wittichen leben 330 Katholiken. Die Zeit ist auch im und am Kloster nicht spurlos vorüber gegangen. Bei der Renovierung 1979/80, nachdem es der Fürst durch einen Schenkungsvertrag der Kirchengemeinde überantwortet hatte, wurde der "Lange Bau" zu einer Pfarrerwohnung mit Gemeindesaal umgebaut. Geblieben ist das Pfarrzentrum im unteren Geschoss. Leer stehen im mittleren Geschoss zwei große Wohnungen, die einst vom Pfarrer und seiner Haushälterin beansprucht wurden. Sie werden nicht mehr gebraucht.

Unbrauchbar gar sind heute die ehemaligen Klosterzellen im oberen Stockwerk. Sie stellen aber soetwas wie die Urzelle des Klostermuseums dar. Denn in ihnen lagerten, vor Diebstahl und Verfall nicht sonderlich geschützt, viele Jahre profane und sakrale Gegenstände, die heute als Exponate das kleine Museum bereichern. Der Fürst zu Fürstenberg hatte sie in seine Donaueschinger Sammlungen aufgenommen, ehe sie im Jahre 1992 eröffneten und im inzwischen von rund 1500 Besuchern im Jahr besichtigten Museum ihren Platz fanden. Dieses wiederum wurde im ehemaligen Klosterstall eingerichtet, heute ein denkmalgeschütztes, schmuckes Fachwerkhaus.

Viele wunderschöne, beachtenswerte und kuriose Kostbarkeiten finden hier ihren Platz: alte handgeschnitzte Grabkreuze, Ornamente, Fürstenberger Tracht, Mineralien, Karfreitagsratsche, altes Handwerk, Paramentenschrank und die in Vitrinen aufbewahrten farbigen Messgewänder.

Öffnungszeiten

  • Nach Vereinbarung
    Telefon: 0 78 36 / 93 97 51
    Eintritt:
    Erwachsene: 2,00 Euro