Wegkreuz an der Schloßbrücke wieder zurück

Steinmetz repariert Kleindenkmal
 
Von Willy Schoch
 
Das Wegkreuz an der Schlossbrücke steht wieder. Nachdem das Sandstein-Kreuz im Juli vergangenen Jahres von einem Unbekannten umgefahren wurde, ist es nun frisch restauriert wieder aufgestellt worden.
Ein nicht zu übersehendes Wegkreuz lag im Juli 2016 am Boden. Ein
aufmerksamer Bürger meldete die Beschädigung des 2,20 Meter großen Kleindenkmales. Der Verursacher war nicht zu ermitteln.

Seit einer Woche steht das von einem Steinmetz restaurierte Kreuz wieder zwischen der Schloßbrücke und Freibadparkplatz, flankiert von zwei Lebensbäumen.

Das Wegkreuz aus Sandstein weist neogotische Stilmerkmale auf und wurde vermutlich im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts geschaffen. Auf dem Inschriftensockel „Das Blut Jesu Christi macht uns rein von aller Sünde“ erhebt sich der Kreuzesstamm mit einer gusseisernen Christusfigur.

Seit dem 17. Und 18. Jahrhundert wurden vielfach solche Weg- und Flurkreuze errichtet. Sie sind als Ausdruck der tief verwurzelten Religiosität der ländlichen Bevölkerung anzusehen. An der Erhaltung dieser heimatgeschichtlichen und künstlerisch wertvollen stummen Zeugen der Vergangenheit sollte in heutiger Zeit mehr denn je allgemeines wie auch öffentliches Interesse bestehen.
Wer dieses Kreuz einst errichten ließ und warum, das ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Sein Standort wechselte: Ursprünglich stand es unmittelbar an der alten Schloßbrücke, die 1873 mit dem Ausbau der Kinzigtalstraße gebaut wurde. Mit dem Brückenneubau anlässlich des Ausbaus der Bundesstraße 294 in den Jahren 1988/1989 war eine geringfügige Versetzung nötig.
Auch beschädigt wurde das Kreuz schon einmal und zwar 1932. Damals übernahm Helene Armbruster von der Weinhandlung „Alter Ochsen“ die Kosten für die Instandsetzung. Wohl, weil das Kreuz auf ihrem Grundstück stand.

Die jetzige Restaurierung, die gut 1100 Euro kostete, übernahm die Gemeinde Schenkenzell im Rahmen ihres jährlichen Budgets zur Erhaltung der örtlichen Klein- und Kulturdenkmale.
 
Bild – Foto: Willy Schoch

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